Die Uhr tickt.

Überschwemmungen, Waldbrände, Gletscherschmelze – während die Klimakrise eskaliert, diskutiert die Welt immer noch im Zeitlupentempo. Doch im Weltklimaspiel gibt es kein Wegducken mehr: Hier entscheiden die Spieler selbst über Wirtschaftswachstum, Ressourcenverbrauch und das Überleben ganzer Regionen.

Die 2BHWIM der Wirtschaftsingenieure der HTL Waidhofen wollte dieses realitätsnahe Spiel erleben und fand sich hochmotiviert im Future Lab des beta campus ein. Moderiert von Verena Sindhuber und Cornelia Geiger wurden die SchülerInnen in 2er-Teams in 5 Länder, 5 weltweit agierende Unternehmen, zur UNO als Schichtungsstelle und in ein Team als Vertreter der Zivilgesellschaft eingeteilt.

Krisen wie militärische Konflikte, unklare Grenzziehungen und Besitzansprüche auf Rohstoffe wie Erdöl und seltene Erden wurden von Regierungschefs, Wirtschafts-, Außen und Forschungsministern ebenso diskutiert wie die erforderlichen Reaktionen auf plötzliche Extremwetterereignisse, Gletscherschmelzen, Vulkanausbrüche.

Spannend war es für die WirtschaftsingenieurInnen die Zusammenhänge zu erfahren. Das Klima verändert sich. Bleibt der Niederschlag längere Zeit aus, nimmt die Anbaufläche für Gemüse ab und Waldflächen fallen der Dürre anheim. Die Erwärmung schreitet damit voran. Die wachsende Bevölkerung will aber ernährt und mit Energie versorgt werden. Kraftwerke müssen gebaut, Verkehrswege erschlossen und gleichzeitig die Klimakrise eingedämmt werden. Extremwetterereignisse wurden über Aktionskarten gezogen und trafen die Teilnehmer unvorbereitet. Auswirkungen der ergriffenen Maßnahmen auf die Finanzlage der Länder und Unternehmen wurden sofort in einer App am Handy dargestellt.

Die JungtechnikerInnen waren drei Tage lang mit Eifer am Werk, um die Welt im Spiel zu retten und der Abteilungsvorstand der Wirtschaftsingenieure Eckhard Gussmack zeigte sich begeistert: „Es ist unmöglich nicht mitzuspielen. Das Spiel saugt einen auf!“