Dipl.-Ing. (FH) Hannes Hirner, Absolvent des Aufbaulehrgangs für Mechatronik 2016, Leitung Anlagentechnik/Anlagenbau bei Welser Profile Austria GmbH

Warum haben Sie sich nach der Lehre für die HTL Waidhofen entschieden?

Hannes Hirner: Ich suchte nach meiner Doppellehre als Werkzeugbautechniker und Elektrobetriebstechniker bei der Welser Profile Austria GmbH eine berufsbegleitende Ausbildung, in der ich mein theoretisches und praktisches Wissen weiterentwickeln konnte. Der Aufbaulehrgang Mechatronik vereinte nicht nur beide Berufe, sondern erweiterte diese sogar um die dritte Komponente: Digitalisierung.

Erinnerungen an die Schulzeit? Ich erinnere mich gern …

Hirner: Wenn ich auf meine HTL-Schulzeit vor knapp zehn Jahren zurückblicke, erinnere ich mich besonders an die vielfältige Klassenkonstellation hinsichtlich des Erfahrungsniveaus – von Schülern, die direkt aus der Fachschule kamen, bis hin zu Kollegen mit über zwanzig Jahren Berufserfahrung.

Ihr beruflicher Werdegang bisher?

Hirner: Nach der HTL stieg ich in die Welt der Automatisierung ein. Die Ausbildung in Mechatronik war die perfekte Grundlage für meine Tätigkeit als Steuer- und Regelungstechniker bei Welser. Zusätzlich erhielt ich die Möglichkeit, parallel zu meinem Job zahlreiche Schulungen und Weiterbildungen zu absolvieren und mich so Schritt für Schritt persönlich weiterzuentwickeln. Nach meinem berufsbegleitenden Studium der Elektrotechnik mit der Vertiefung Automatisierungstechnik übernahm ich 2021 die Verantwortung für die Anlagentechnik am Standort Österreich. Dabei lagen die Durchführung neuer Investitionsprojekte sowie die Instandhaltung des bestehenden Anlagenparks in meinem Verantwortungsbereich. Aktuell liegt mein Fokus stark auf der Weiterentwicklung des Anlagenbaus bei Welser.

Welche Kompetenzen benötigen künftige Technikerinnen und Techniker?

Hirner: Für angehende Technikerinnen und Techniker sind Neugier und Offenheit gegenüber neuen Technologien und Tools von großer Bedeutung. Besonders im technischen Bereich ist der rasche Fortschritt deutlich spürbar, wobei die klassische Mechanik, kombiniert mit Elektrotechnik sowie Steuer- und Regelungstechnik, immer mehr Möglichkeiten eröffnet. Ein hohes Systemverständnis, ausgeprägte Problemlösungskompetenz, Teamfähigkeit und Kommunikationsstärke bilden die beste Grundlage für eine erfolgreiche und spannende Zukunft im technischen Bereich.

Würden Sie Jugendlichen von heute die HTL-Ausbildung empfehlen?

Hirner: Ja, definitiv. Die HTL bietet eine praxisnahe und fundierte Ausbildung, die nicht nur technisches Wissen vermittelt, sondern auch persönliche Entwicklung fördert. Sie ist eine hervorragende Basis für eine Karriere in einem zukunftsorientierten und vielseitigen Berufsfeld.